Heinrich-Böll-Stiftung

Profil 

Die grüne Heinrich-Böll-Stiftung fördert jährlich rund 800 Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen aus dem In- und Ausland. 2008 wurden etwa 250 Stipendiatinnen und Stipendiaten neu in die Förderung aufgenommen, die aus annähernd 1.500 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt wurden. Seit 1991 engagiert sich die Stiftung in der Nachwuchsförderung und hat inzwischen einen weltweites Netz aus rund 2.000 ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten aufgebaut.

Die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt junge Menschen insbesondere in ihrer überfachlichen Qualifizierung, bei ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung sowie in der politischen Reflexion und Partizipation. Vor diesem Hintergrund räumt die Stiftung ihren Stipendiatinnen und Stipendiaten vielfältige Mitsprachemöglichkeiten ein. Ziel ist es, zukünftige Fach- und Führungskräfte zu fördern, die Verantwortung übernehmen und sich als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren weltweit für die politischen Grundwerte der Stiftung - Demokratie, Ökologie, Solidarität und Gewaltfreiheit - einsetzen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung versteht Nachwuchsförderung als Beitrag zur Förderung der demokratischen Kultur. Die Stiftung verbindet den Leistungsgedanken mit Chancengerechtigkeit: Sowohl Frauen als auch Menschen mit Migrationshintergrund gehören daher zu den besonderen Zielgruppen. Regionale Förderschwerpunkte setzt das Studienwerk in Ostdeutschland sowie in Osteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

Zugangswege 

Studierende (auch schon vor Aufnahme des Studiums) und Promovierende können sich selbst bei der Stiftung bewerben. Regelmäßige Bewerbungsfristen sind 1. März und 1. September.

Das Auswahlverfahren setzt sich aus drei Etappen zusammen:

  • Einreichen der schriftlichen Bewerbung
  • Gespräch mit Vertrauensdozent/in, für Promovierende zusätzliches Einreichen weiterer Bewerbungsunterlagen
  • Teilnahme am Auswahlworkshop mit Einzelgespräch und Gruppendiskussion.

Zur zweiten und dritten Etappe wird individuell eingeladen. Kriterien für die Aufnahme in die Förderung sind hervorragende Leistungen in Schule und Studium sowie gesellschaftspolitisches Engagement. Zudem ist das Persönlichkeitsprofil entscheidend, da die Stiftung junge Menschen ansprechen will, die ihren Gestaltungsspielraum nutzen und erweitern, die kreativ sind und ihre eigenen Ideen umzusetzen wissen.

Förderung 

Neben der finanziellen Förderung im In- und Ausland bietet das Studienwerk seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten ein ideelles Förderungsprogramm, das sich am "Leitbild zur Nachwuchsförderung der Heinrich-Böll-Stiftung" orientiert und im Wesentlichen aus drei Kernelementen zusammensetzt:

1. Begleitprogramm
Das umfangreiche Begleitprogramm für Stipendiatinnen und Stipendiaten besteht aus rund 80 Einzelveranstaltungen im Jahr zur politischen Bildung, zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen, zur Karriereplanung, zur Vernetzung und zum überfachlichen interdisziplinären Austausch. Dazu gehören mehrere Großveranstaltungen, wie die einwöchige Sommerakademie "Campus", die beiden einführenden Seminare "Ansichten einer Stiftung" sowie das Promovierendenforum und das Vernetzungstreffen der Ehemaligen "Alumni Salon". Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der politischen Bildungsarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin und in den Landesstiftungen, an denen Stipendiatinnen und Stipendiaten teilnehmen können. Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung wie Gender- und Diversitytrainings runden das Angebot ab.

2. Beratungsangebot
Das individuelle Beratungsangebot durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Studienwerks bezieht sich vor allem auf die Planung des Studiums, das Promotionsprojekt, Auslandsaufenthalte und die berufliche Orientierung. Doch auch Fachreferentinnen und -referenten der Heinrich-Böll-Stiftung aus anderen Abteilungen und einige der rund 250 Vertrauensdozentinnen und -dozenten stehen beratend zur Seite. Zudem wurde kürzlich das Mentoringprogramm "Grün vernetzt" aufgelegt.

3. Vernetzungs- und Kontaktinitiativen
Diese Initiativen umfassen sowohl Treffen der Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander und mit Ehemaligen als auch den Austausch mit ehrenamtlich Engagierten der Stiftung und aus dem Umfeld, wie den Förderkreis "Freundinnen und Freunde" oder die Mitgliederversammlung. Außerdem unterhält das Studienwerk ein Intranet und vermittelt darüber hinaus Praktika-Angebote und Kontakte zu den 16 Landesstiftungen und 27 Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung.

Kontakt 

Heinrich-Böll-Stiftung
Studienwerk
Schumannstr.8
10117 Berlin
Telefon +49 (0) 30 28534-400
Telefax +49 (0) 30 28534-409
studienwerk@boell.de
www.boell.de/studienwerk

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