Stipendium Plus

Stipendiatenporträts

© Maher Farkouh

Maher Farkouh, Promotionsstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung 

 „Die Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung hat meiner persönlichen Einstellung viele fruchtbringende Perspektiven eröffnet. Dank der Adhoc-Treffen, dem Sommercampus und den anderen Veranstaltungen im Begleitprogramm des Studienwerks sammle ich viele neue Anregungen und Ideen, lerne engagierte StipendiatInnen kennen und kann so mit diesen interessante Diskussionen zu unterschiedlichen Themen führen. Darüber hinaus ermöglicht mir die finanzielle Unterstützung, meine Doktorarbeit in der Musikwissenschaft zu einem guten Abschluss zu bringen.

Meine Dissertation über die syrische Kirchenmusik wirft ein neues Licht auf die Tradition der westsyrischen-antiochenischen Kirche aus dem 5. Jh., eine der ältesten christlichen Traditionen, deren musikwissenschaft-lichen Erforschung noch immer Desideratcharakter hat. Mein Projekt möchte nicht nur zur wissenschaftlicher Erfassung dieser Leerstellen beitragen, auf die Existenz der orientalischen Kirchen und der in Deutschland lebenden Vertreter dieser hinweisen, sondern auch zur Bewahrung bedrohten Kulturgutes der orientalischen Christenheit meinen Betrag leisten.

Außerdem habe ich, als ausgebildeter Fagottist, die Möglichkeit durch die Teilnahme am Orchester von StipendiatInnen und Alumni der Heinrich-Böll-Stiftung, meine musikalische Tätigkeit weiterhin zu genießen. An den Probenwochenenden treffe ich mich mit den Musikanten, den ehemaligen und derzeitigen StipendiatInnen, musiziere mit ihnen zusammen und wir führen Benefizkonzerte auf.

Als Stipendiat mit Migrationshintergrund genieße ich die vielfältige und tolerante Atmosphäre der Stiftung. Hier finden sich Menschen unter einem Dach zusammen, die sich für Demokratie, Menschenrechte, Anti-Rassismus und Umweltschutz einsetzen.

Die Schwerpunktförderung für syrische Studierende und Promovierende hat mich besonders motiviert, mich für ein Promotionsstipendium bei der Heinrich-Böll-Stiftung zu bewerben."


© Adrian Oeser

Adrian Oeser, Studienstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung

"Die Heinrich Böll Stiftung fördert mein Studium seit 2011, vom Bachelor in Politikwissenschaft und Pädagogik, über den Master in Soziologie bis hin zum Aufbaustudium in Filmregie. Dabei erleichtert mir das Stipendium eine selbstbestimmte Bildung nach meinen Interessen und Fähigkeiten, gerade indem es mir eine Verbindung von Wissenschaft und Filmschaffen ermöglicht.

Die finanzielle Sicherheit eröffnet dabei den Raum und die Zeit, um sich neben dem Studium politisch und kulturell engagieren zu können und sich einzumischen, in die Gesellschaft, in der man lebt. In den vielen Arbeitskreisen der Stiftung lässt sich immer wieder neu diskutieren, wie diese Einmischung aussehen sollte – kontrovers und konstruktiv. Die Heinrich Böll Stiftung zeichnet aus, dass sie unterschiedliche Menschen und deren Positionen in einen lebhaften Dialog bringt."


© Mina Saidze

Mina Saidze, Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und Teilnehmerin des Studienstipendienprogramms „Medienvielfalt, anders“ 

„Als pazifistische Querdenkerin fühle ich mich bei der Heinrich-Böll-Stiftung gut aufgehoben! Im Netzwerk treffe ich auf engagierte Studierende mit unterschiedlichen Biografien, mit welchen ich eine gemeinsame Vision teile. Die Heinrich-Böll-Stiftung zeichnet sich vor allem durch zukunftsweisendes Handeln aus, was sich in den Veranstaltungen und Workshops niederschlägt.

Hier werden neue Impulse aufgegriffen und weiterentwickelt, bis sie später Einzug in den Mainstream finden. Einzigartig ist das “Medienvielfalt, anders”-Programm, welches sich bewusst an Nachwuchsjournalisten und –journalistinnen mit Migrationshintergrund richtet. Bereits während des Studiums bietet sich die Chance, journalistische Praxiserfahrung bei verschiedenen MedienpartnerInnen zu sammeln.“


Paulina Fröhlich, Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung

Paulina Fröhlich, Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung

Im Bachelor studierte ich Arabisch-Islamische Kultur sowie Geographie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster; seit 2014 studiere ich im Master Integrated Water Resource Management an der Technischen Hochschule Köln.

Die Heinrich Böll Stiftung begleitet mich seit dem zweiten Semester mit einem Stipendium und im Rahmen der ideellen Förderung, z.B. mit Seminaren, Angeboten von stipendiatischen Arbeitsgruppen, einer Förderung einer Bildungsreise in den Nordirak sowie der Förderung während meines Auslandssemesters in Helsinki. Persönliche Ansprechpersonen im Studienwerk beraten und unterstützen mich. Ein Höhepunkt im Veranstaltungsprogramm ist die jährlich stattfindende Sommerakademie, der  Campus, an dem ich 2013 teilgenommen habe - ein Traumort zum Lernen, Lachen, Diskutieren, Erzählen und Musizieren. Die Arbeitstreffen der AG „Dialog Islam“, die ich mit organisierte und durchführte, machten Spaß, lehrten Organisatorisches und regten zum Nachdenken an. Stiftungsnahe Themen wie Gender, Demokratieförderung und Ressourcen sind mir immer näher gerückt und die Stiftung regte mich an, mich aus unterschiedlichen Blickwinkeln damit zu beschäftigen. Das wichtigste für mich: Selbst, wenn einem der Redner, die Organisation oder das Thema nicht gefallen haben sollte, so regte mich die Teilnahme an Veranstaltungen  immer zum „Grübeln“ an (Warum gefällt es mir nicht? Was hätte ich anders gemacht? Was denken die anderen?) und genau das ist ja auch ein Ziel der Stiftung:  viele grübelnde Köpfe, um das Nachdenken und die Diskussion untereinander anzuregen.

Nach Beendigung meines Masterstudiums in Integrated Water Resource Management will ich mich gerne als Alumna einbringen!

  • Avicenna Studienwerk
  • Cusanuswerk e.V.
  • Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk
  • Evangelisches Studienwerk e.V. Villigst
  • Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit
  • Hans Böckler Stiftung
  • Hanns Seidel Stiftung
  • Heinrich Böll Stiftung
  • Konrad Adenauer Stiftung
  • Rosa Luxemburg Stiftung
  • Stiftung der deutschen Wirtschaft
  • Studienstiftung des deutschen Volkes