Stipendium Plus
© Heidi Scherm. Quelle: sdw
© Heidi Scherm. Quelle: sdw

Bericht von Nina Schießl

Promotionsstipendiatin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES)

von April 2011 bis September 2013

Nina Schießel © ELES
Nina Schießel © ELES

Meine Erfahrungen als Stipendiatin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) sind einzigartig. Als ich von der Einrichtung des jüdischen Begabtenförderwerkes Ende 2009 erfuhr, war ich mir sofort der tollen Chance bewusst, die sich hier bieten würde. Die Motivation mich für ein Stipendium zu bewerben, basierten auf drei Kernaspekten:

Zum Ersten fand ich es sehr attraktiv in ein Netzwerk von begabten und engagierten Menschen eingebunden zu sein und mich regelmäßig mit ihnen austauschen zu können. Die Möglichkeit des langfristigen Auf- und Ausbaus eines Netzwerkes gehörte zu den wichtigsten Aspekten, sich gerne der großen Familie des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks zugehörig fühlen zu wollen.

Zum Zweiten war es mir ein großes Anliegen noch mehr Verbindungen und Anknüpfungspunkte zu meiner jüdischen Herkunft innerhalb Deutschlands zu finden. Dass dies bei einem Begabtenförderwerk in einem akademischen Rahmen mit herausragenden Persönlichkeiten geschieht, machte die Förderung umso attraktiver. Ich habe Verwandte in Israel, welche ich auch regelmäßig besuche. Sehr gerne wollte ich aber auch in Deutschland noch mehr Kontakt zu hochgebildeten jüdischen Studierenden und Promovierenden haben, um mich besser und regelmäßiger mit ihnen in Verbindung setzen zu können.

Zum Dritten war es für die Erstellung meiner Doktorarbeit auch von großem Wert finanzielle Unterstützung von ELES zu erhalten. Das Stipendium ermöglichte es mir, die wissenschaftliche Qualität meiner Doktorarbeit noch einmal signifikant zu steigern.

Alle meine Erwartungen, die ich damals bei meiner Bewerbung hatte, wurden erfüllt bzw. übertroffen. Das ideelle Förderprogramm und die Menschen, die ich bei ELES kennenlernen durfte, haben mein Leben in einer Art und Weise bereichert, wie ich es vorher nicht für möglich gehalten hätte.

Das erste große Highlight für mich war die Sommerakademie in Berlin im August 2011. Das erste Mal lernte ich einen Großteil der Stipendiaten und Stipendiatinnen kennen und die familiäre Atmosphäre, die auf allen ELES-Veranstaltungen herrscht. Die Verantwortlichen der Geschäftsstelle hatten ein tolles Programm zusammengestellt. 

Nina Schießel © ELES
Nina Schießl © ELES

Wir besuchten u.a. ein Benefizkonzert, lauschten interessanten Vorträgen und besuchten das Jüdische Museum. Jede Regionalgruppe hatte zudem einen Zeitslot zugeteilt bekommen, den es mit Inhalt füllen sollte. Mir wurde die Ehre zuteil, für die Regionalgruppe Süd den anderen Stipendiaten einen Workshop zum Thema „Führung durch Motivation“ anbieten zu dürfen. Aufgrund des positiven Feedbacks, durfte ich diesen Workshop im Jahr darauf im Rahmen der ideellen Förderung dann noch einmal für das Studienwerk durchführen. 

© ELES
© ELES

Der krönende Abschluss meiner Stipendiatenzeit bei ELES war sicherlich die Teilnahme an der Auslandsakademie in Israel im Juli/August 2013. Das vielseitige Programm enthielt beispielsweise einen Sprachkurs, Mitarbeit in einem sozialen Projekt, Kurztrips in verschiedene israelische Städte und zahlreiche Exkursionen, Vorträge und Museumsbesuche. Das straffe Programm schweißte die teilnehmende Gruppe an Stipendiaten sehr zusammen und es bildeten sich viele Freundschaften, die trotz der teilweise signifikanten örtlichen Distanz in Deutschland immer noch anhalten.

© ELES
© ELES

Dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und seinen mittlerweile sehr zahlreichen Stipendiaten bleibe ich durch das Mitwirken im neu gegründeten Alumniverein verbunden. Der Vereinszweck wird verwirklicht durch den Aufbau eines Netzwerks zwischen den ELES-Alumni, die Durchführung von Vorträgen, Workshops, Seminaren, Konferenzen und sonstiger Veranstaltungen sowie die Unterstützung des Angebots der ideellen Förderung der ELES-Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Alle sind sehr dankbar für die Unterstützung, die ELES uns während der aktiven Stipendiatenzeit gegeben hat, nicht nur in finanzieller Hinsicht sondern auch in ideeller Hinsicht. Ich bin sehr froh mit dem Engagement beim Alumniverein meine Verbundenheit mit ELES weiterhin zum Ausdruck bringen zu können und hoffe, dass die systematische Förderung von talentierten jüdischen Studenten und Promovierenden in ganz Deutschland weiterhin so erfolgreich sein wird.


Avicenna Studienwerk
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Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk
Evangelisches Studienwerk e.V. Villigst
Friedrich-Ebert-Stiftung
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Hans Böckler Stiftung
Hanns Seidel Stiftung
Heinrich Böll Stiftung
Konrad Adenauer Stiftung
Rosa Luxemburg Stiftung
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